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Stadt Chemnitz

Chemnitz ist nach Leipzig und Dresden die drittgrößte Stadt im Freistaat Sachsen und beherbergt über 247.000 Menschen. Die unmittelbare Nähe zum Erzgebirge lässt zahlreiche Bürger dazu anhalten Chemnitz als das „Tor zum Erzgebirge“ zu betiteln.

Im Jahr 1953 erfolgte die Umbenennung der Stadt Chemnitz in „Karl-Marx-Stadt“, was 1990 durch das demokratisch gewählte Stimmparlament wieder rückgängig gemacht wurde. Mit einer mehr als 200 Jahre alten Industriegeschichte zählt Chemnitz bereits im 19. Jahrhundert zu einer der bedeutendsten Industriestädte in Deutschland. Die Stadt galt als Zentrum des deutschen Maschinenbaus, aber auch der Bergbau und die Textilherstellung wurden mit Chemnitz verbunden. Bereits 1835 wurden Dampfmaschinen und ab dem Jahr 1844 Dampflokomotiven hergestellt. Später kam eine rasante Entwicklung im Bereich des Fahrzeugbaus hinzu. Im Jahr 1852 erhielt Chemnitz einen Eisenbahnanschluss und die Strecke Chemnitz-Riesa wurde eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt galt die Stadt als eine Industriestadt mit Weltrang. Im Sächsischen Industriemuseum oder dem Sächsischen Eisenbahnmuseum wird die vergangene Industriezeit bis heute optimal gezeigt.

Wer denkt, dass die Industrie in Chemnitz der Vergangenheit angehört, liegt falsch. Insbesondere an der Technischen Universität Chemnitz mit den rund 50 Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen hält die Industrie 4.0 Einzug. Darüber hinaus gilt die Technische Universität Chemnitz mit 28% ausländischen Studierenden aus über 100 Nationen zu einer der internationalsten Universitäten Deutschlands.


Bekanntestes Wahrzeichen der Stadt Chemnitz ist das Karl-Marx-Monument, was umgangssprachlich „Nischel“ (sächsisch für Kopf) genannt wird. Es ist nach der ägyptischen Sphynx der zweitgrößte freistehend modellierte Kopf der Welt.
Der Rote Turm ist das auffälligste Denkmal aus der mittelalterlichen Geschichte von Chemnitz. Sein Unterteil aus Bruchstein stammt vermutlich noch aus dem späten 12. Jahrhundert. Das Chemnitzer Doppelrathaus, bestehend aus dem Alten und dem Neuen Rathaus bildet einen markanten Orientierungspunkt der Chemnitzer Innenstadt. Das höchste Bauwerk von Chemnitz und Sachsen ist der farbig gestaltete Schornstein des Heizkraftwerkes Chemnitz-Nord. Mit seinen 301 Metern erstrahlt er am Tag, aber auch beleuchtet in der Nacht über der ganzen Stadt.
Die Stadtkirche St. Jakobi ist die älteste erhaltene Kirche der Stadt, denn sie stammt aus dem 14. Jahrhundert. Durch Bombeneinwirkungen und Beschädigungen sowie zahlreichen Umbauten wurde das Erscheinungsbild der Kirche über Jahrhunderte hinweg immer wieder verändert.


In verschiedenen kulturellen Einrichtungen der Stadt Chemnitz ist immer etwas los: ob ein Konzert in der Stadthalle, eine Messe in der Messehalle oder eine Aufführung des städtischen Theaters.
Die Theater Chemnitz sind ein Fünfspartentheater und bestehen aus dem Schauspielhaus, der Oper, der Robert-Schumann-Philharmonie, dem Ballett sowie dem Figurentheater.
In verschiedenen Museen, wie dem Archäologiemuseum, dem Museum Gunzenhauser, dem Deutschen Spielemusem oder den Kunstsammlungen Chemnitz, kann sich jeder Besucher weiterbilden und wird zum Staunen angeregt.

Chemnitz ist Bewerber der Europäischen Kulturhauptstadt 2025.